MB, 2008

Die Arbeit MB (Belt), 2008, ein schwarzer Ledergürtel, fast zwei Meter lang, zwei Zentimeter breit, poliertes Monogramm des Namens der Künstlerin Monica Bonvicini als Schnalle aus Stahl, erinnert an die Gürtel von Luxusmarken wie Louis Vuitton, Gucci und Hermès. Ein Gürtel mit LV-Monogramm symbolisiert die Macht einer Marke. Wer ihn trägt möchte assoziiert werden mit […]

Conversion Points

Ich stelle mir mögliche Reaktionen auf Never Again vor, eine Arbeit, die in diesem Blog schon an anderer Stelle besprochen wurde (siehe Worlding, Ein Klirren liegt in der Luft, etc.). Die 12 Slings im Hamburger Bahnhof waren nicht lediglich zum Anschauen montiert. So schreibt J*AN in seinem Eintrag !ק״נמאל מצך Plus Jamais! Never Again! Nie […]

Stonewall (2001)

Stonewall weckt Assoziationen an einen demolierten Bauzaun, der seit Jahren irgendwo eine Brache einzäunt. Eigentlich sollte dort gebaut werden, aber der Investor ging pleite. Seitdem steht dieser Zaun da, schützt eine Bauruine vor Vandalismus und wird selbst Gegenstand zielloser Gewalt. Stonewall könnte auch ein Klettergerüst auf einem Spielplatz bedeuten an dessen weite Kettenmaschen sich nachmittags […]

Kritik der Institution

In einem Interview mit artspace beschreibt Monica Bonvicini, dass die Arbeit STONEWALL eine Auseinandersetzung mit den Barrikaden der Polizei gegen Demonstranten, während des G8-Gifels in Genua 2001 darstellt. Ich frage mich, ob WHITE, ein demoliertes Display, auf eine ähnliche Weise verstanden werden kann: Als Kritik am Kunstmuseum, das sich fast ausschließlich Besucher*innen aus bürgerlichen Mileus […]

Drill 4 Chastity

Drill 4 Chastity scheint ein Werkzeug zu sein, das in Zahnarztpraxen oder im Dentallabor eingesetzt wird. Ein Bohrer (Drill) lässt sich erkennen und das Plastik in Zahnfleischfarbe erinnert an Gebissabdrücke, die in einer kieferorthopädischen Praxis rumstehen. Was an dieser Arbeit fasziniert ist die verwirrende Kombination zweier so unterschiedlicher Materialien. Durch die Kombination von zahnfleischfarbenem Plastik […]

The Style of Things

Während unserer Arbeit am Blog und unserer Auseinandersetzung mit Monica Bonvicis Kunst stellten wir uns wiederholt die Frage, was das Besondere ihrer Arbeiten ist und wie sich diesem Besonderen angenähert werden kann. Wie ist überhaupt das besondere ‚Etwas‘ der Arbeiten einer bestimmten Künstlerin oder eines Künstlers in Worte zu fassen? In Bezug auf den besonderen […]

H-o-w_t-o?

Vor der ersten Seminarsitzung kannte ich weder die Künstlerin Monica Bonvicini, noch hatte ich eine ihrer Arbeiten gesehen. Meine Auseinandersetzung mit ihrem Werk begann also mit einer Recherche im Netz, die in viele Richtungen ging. Die Homepage der Künstlerin, Internetauftritte von Museen, die ihre Arbeiten ausstellen, Interviews in Zeitungen und Kunstmagazinen, Onlineshops und Webseiten von […]

Worlding

Ich betrachte ein Foto von Bonvicinis Arbeit NEVER AGAIN (2005), ausgestellt in den Räumen des Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin. Ein Museumsraum mit weißen Wänden, hohen Decken und einem dezenten Holzfußboden. Mitten im Raum, ein Gerüst aus Stahlrohren und daran mit Ketten befestigt, 12 sogenannte Slings. In der BDSM-Szene bezeichnet Sling eine […]

Affective Operations

Derzeit sind einige Arbeiten Monica Bonvicinis in der National Gallery of Art in Zachęta, in der Ausstellung Beyond the Pleasure Principle – Affective Operations zu sehen. Dem Ankündigungstext der Ausstellung zufolge wird sich dem Affektiven der Kunst gewidmet. Damit ist eine „proto-emotion“ gemeint, die durch die Erfahrung einer besonderen Intensität erlebbar wird und Emotionen auslösen […]